Frankfurt - Seoul - Ulsan und wieder zurück (Hinflug)

Ulsan bei Nacht

안녕하세요! Hallo!

Im Februar 2020 ergab sich für mich die Möglichkeit dienstlich nach Südkorea zu reisen. Nach kurzer Klärung mit meiner Familie habe ich diese Möglichkeit beim Schopfe gepackt. Da ich kurzfristig einen Kollegen ersetzen sollte waren die Vorbereitungen für mich recht aufwendig, da ich mich in ein Spezialgebiet schnell einlesen musste und die entsprechenden Buchungen von Flug ung Hotel und nötige Transfer so schnell wie möglich getätigt werden mussten.

Aber das war ein geringer Preis für dieses Abenteuer, denn für mich war dieser Flug der erste Langstreckenflug überhaupt und der erste Flug seid 5 Jahren.

Vorbereitung

Wie bereitet man sich auf einen Langstreckenflug vor. Diese Frage stellte ich mir schon eine Weile. Denn immerhin wollte ich ja im Oktober 2020 nach Japan fliegen. Von den Flugzeiten (Direktflug) unterscheiden sich die beiden Ziele kaum bis gar nicht. Und auch vom Kulturschock sollten die beiden Länder sehr ähnlich sein.

Folgende Punkte habe ich bei der Vorbereitung abgearbeitet:

  • Beschäftigungsmöglichkeiten/Ablenkung schaffen und Vorbereiten, dies bedeutete bei mir
    • auf das iPad genug Filme und Serien laden
    • auf iPad und Mobiltelefon Spiele installieren, welche auch Offline funktionieren
    • genug Hörbücher und Podcast auf das Telefon laden
    • Powerbank laden und mitnehmen
  • Komfortvorbereitung
    • Gepäck so reduzieren, dass nur Handgepäck mitgeführt wird
    • zum Schlafen ein Nackenkissen mitnehemen
  • direkte Flugvorbereitungen
    • kein schweres Essen kurz vor dem Flug

Und ganz wichtig (und von mir auch nicht ganz konsequent vorbereitet)

  • Rückenmuskulatur trainieren!

Meine Defiziete in diesem Punkt merkte ich besonders auf dem Rückflug und der Zeit danach …

Hinflug

Mein Buckelwahl für den Hinflug … eine Boeing 747-400

Als ich das letzte Mal geflogen bin hatte ich noch ein Ticket/Boardingpass aus Papier. Heutzutage geht das alles digital. Aber da ich das das erste mal erlebe war natürlich die Frage ob das alles auch entsprechend funktioniert. Ich hatte mein Ticket/Boardingpass auf dem Telefon und mein Pass, welchen ich mir wegen der Reise hatte ausstellen lassen war auch biometrisch.

Aber es hat alles wunderbar funktioniert. Es ist etwas frickelig an manchen Passscanneren die richtige Position zu finden. Aber im Großen un dGanzen flutschte alles. Und genau da findet mein Datenschutzherz das ganze schon ganz schön spooky …

Als ich dann “meinen” Flieger sah merkte ich das ich doch schon ein paar Jahre zähle. Da draußen am Gate stand eine Boeing 747. Das ehemals größte Passagierflugzeug der Welt. Ich war schon von Kindheit an fasziniert von diesem Flugzeug. Vorallem weil es das einzige Flugzeug war das ich kannte, welches ein zweites Stockwerck/Deck hatte.

Der Flug an sich war recht unspektakulär. In einer 3er Sitzreihe hatte ich den Gangplatz (damit ich beimGang zur Toilette nicht über andere Fluggäste steigenmusste). Der Mittelplatz war frei und der Fansterplatz war besetzt. Nach dem Start gab es gleich Abendessen. Dann habe ich ein paar Filme aus der FLugzeugmediathek geschaut und dann ca 3-4h geschlafen. Bis zur Landung waren dann noch ca 1,5-2h übrig. Leider funktionierte es nicht zu zeichnen im Flugzeug. Grund waren hauptsächlich die dauerhaften Vibrationen des Flugzeugs. Die haben verhindert das ich “gute” Striche auf Papier oder iPad bekommen habe. Außerdem meldete sich meine allgemeine Reisekrankheit, als ich mich zu sehr konzentriert habe. Das galt auch fürs lesen.

Transfer Incheon - Seoul

Nach der Landung machte ich mich auf dem direkten Weg zum Ausgang. Da hier in Südkorea schon größere Ausbrüche von Covid-19 stattgefunden ahben war ich gespannt wie sich das auf die Abfertigung auswirken würde. Das einzige was ich aber merkte war, das mir zum Einen einmal die Temperatur gemessen wurde und zum Anderen das das Personal am Flughafen alle Mundschutz trugen. Ansonsten war kaum etwas zu spüren von der Pandemie.

Eigentlich wollte ich entweder mit dem Zug oder dem Bus nach Seoul (genauer Seoul Station) fahren. Da ich aber ganz schön fertig war und es sich um eine Dienstreise handelte habe ich ein Angebot eines Taxifahrers angenommen.

Im Taxi von Incheon nach Seoul Auf dem Foto sieht man in der Ferne Seoul. Seoul erstreckt sich nördlich und südlich des Hangang (Han-Flusses).

Im Taxi von Incheon nach Seoul Blick auf den Süden von Seoul. Irgendwo dort hinten ist auch Gangnam-gu. Weltbekannt wurde der Stadtteil durch den Hit Gangnam Style von Psy .

Im Taxi von Incheon nach Seoul Seoul Station ist ein Kopfbahnhof und gefühlt recht klein für einen Hauptstadtbahnhof. Allerdings gibt es mehrere Bahnhöfe, welche auch verschiedenen Regionen Südkoreas bedienen.

Vom Incheon Airport bis Seoul Station sind es rund 60km mit dem Auto. Somit hatte ich mir die Orientierung in Seoul und die Bahnhofsuche erspart. Außerdem half mir der Fahrer auch bei der Bedienung der Geldautomaten. Allerdings musste er 2 mal für mich einen Geldautomaten suchen. Ich hatte ihn falsch verstanden was den Preis der Fahrt betraf und somit zu wenig Geld abgehoben …

Zugfahrt Seoul Ulsan

Von hier ging es mit dem Zug weiter, auf der KTX Gyeongbu (KTX - Korean Train Express) Linie. Ich hätte von Incheon auch einen weiteren Flug nach Busan nehmen können. Aber nichts in der Welt hätte mich davon abhalten können in Asien Zug zu fahren. Die Züge an sich sind Modelle der Firma Alstrom. Die gleich Bauart wie die Züge der TGV in Frankreich. Und ich hatte Glück, dass es ein “älterer Zug war. Die neueren Züge haben einen kürzeren Sitzabstand … Während der Wartezeit auf dem Bahnhof habe ich auch geschaut wie weit hier der Mund-Nase-Schutz (MNS) verbreitet ist. Hier war die Qoute ca. 50% der Passanten hatten einen, was mich zu der Einschätzung brachte das die Lage hier noch relativ entspannt war.

Im Taxi von Incheon nach Seoul Blick aus dem Zug bei der Fahrt aus Seoul herraus.

Auf der Zugfahrt wäre ich ein paarmal fast eingeschlafen. Aber ich wollte unbedingt bis zum Abend durchhalten, damit ich so möglichst gleich in den richtigen Tagesrythmus komme. Immerhin ist die Zeitverschiebung nach Südkorea 8h. Der Blick aus dem Zug hat mich wärend der Fahrt allerdings etwas ernüchtert. Was vielleicht auch an der Müdigkeit lag. Wenn ich Müde bin werde ich leichter Negativ. Aber ich sah zumeist nur quaratische praktische Siedlungen an der Zugstrecke … viele Hochhäuser an den Stationen und eine orange-braune Weite zwischen den Stationen. Allerdings war hier halt auch noch Winter …

Ulsan

Ulsan Blick aus meinem Hotelzimmer in Ulsan

Als ich in Ulsan ankam nahm ich dann ein Taxi zum Hotel. Und es ist eine (gefühlt) riesige Stadt. Der Bahnhof liegt ca. 30km vom Hotel entfernt und die Stadt ist mit Hochhäusern gespick, welche auf mich ersteinmal erdrückend wirkten. Aber wie ich grad schon schrieb, klag das wohl zum Teil auch an meiner Müdigkeit und ich war froh nach anderthalb Tagen Reise endlich angekommen zu sein.

Die “Überraschung” kam aber per Mail. Als ich kurz vor dem Schlafengehen die dienstlichen Mails checkte war eine von der Standortleitung Südkorea dabei … Ich durfte am Montag nicht auf das Betriebsgelände … Corona und ich haben sich indirekt getroffen … weitere Infomationen sollten im laufe des nächsten Tages kommen.

So das war der erste Teil meines Berichtes über meine Südkoreareise. 4 weitere Artikel sind in Vorbereitung.

Ich hoffe das ich sie in relativ kurzer Zeit fertig bekomme.

Euer Ebby!